ROBERT CHMIEL NIMMT DAS GOLDENE BAND MIT NACH POLEN! SMOLINSKI BRETTERTE NAHE AN DEN BRETTERN! (PRESSEMELDUNG)


Im vierten Anlauf hat es geklappt: Robert Chmiel gelang das, was er sich schon dreimal zuvor vorgenommen hat – ein Speedwayrennen in Olching zu gewinnen. Damit ging das Goldene Band der Stadt Olching nach Polen. Dabei mitgeholfen hat auch Martin Smolinski, weil er den Siegermotor getunt hat. Der MSC Olching-Vorstand ergatterte nebenbei selbst noch einen Podestplatz und freute sich über spannende Läufe, viele Zuschauer, Laola-Wellen und gute Bahnverhältnisse.
Ganz selbstverständlich war die gute Beschaffenheit des brauen Belags nicht, wie auch Teilnehmerin Celina Liebmann betonte: „Vor allem dafür, dass es gestern so schlimm geregnet hat, war die Bahn top präpariert.“ Tatsächlich musste am Samstag das Nachholrennen der ADAC Bahnsport-Bayerncupserie, wegen zu viel Wasser auf der Piste, abgesagt werden. Aber am Sonntag blieb es weitgehend trocken – damit konnte die Jagd nach dem begehrten Goldband planmäßig gestartet werden.
Wieder im „Schön-Drehbuch“: Die stärksten Fahrer im letzten Lauf!
Einen besonders fähigen Dramaturgen müssen sie beim Olchinger Motorsportclub haben – so war schon die Mutmaßung nach dem heurigen Fronleichnamsrennen. Schon hier standen zum letzten Lauf die vier punktbesten Drifter aneinandergereiht vor dem Startband. Für die Startnummernvergabe zuständig: Tanja Schön – und die tief verwurzelte MSCO-Funktionärin konnte dieses Szenario tatsächlich wieder arrangieren. Zusammen hatten Robert Chmiel (Polen), David Bellego (Frankreich), Martin Smolinski und Erik Riss in vier Durchgängen satte 43 Zähler eingeheimst und rollten, dem „Schön-Drehbuch“ entsprechend, für Heat 20 auf die Bahn.
Der finale Lauf: Smolinskis „Brettern neben den Brettern!“
Dann nutzte Smolinski seinen Lieblings-Startplatz: Von innen katapultierte er sich an den Außenrand der Startkurve und besorgte sich dort exorbitanten Schub. Chmiel musste als Zweiter schnell abreißen lassen – er wusste aber, dass zwei Punkte für den Tagessieg reichen würden. „Geschenkt“ bekam er diese aber bei weitem nicht, denn Bellego hetzte ihn verbissen. Auf den letzten Metern sogar, hätte es der Franzose beinahe geschafft, sich an Chmiel außen vorbeizudrücken. Dann hätte er das Goldband gewonnen.
„Ich habe meine ganze Munition in diesem Lauf verschossen“, beschrieb Martin Smolinski seine Befindlichkeiten noch: Sehr kräfteraubend sei sein „Brettern nahe an den Brettern“ gewesen und eigentlich wäre ja hinterher „Feierabend“ gewesen, wenn es nicht noch das Stechen um Platz zwei gegeben hätte. Diese Extra-Duell hieß: Smolinski gegen Bellego, wobei diesmal der Franzose besser startete und ungefährdet gewann. „Ich kam von innen nicht weg, sagte der MSCO-Vorstand und schob nach: „Mit Platz drei bin ich aber sehr zufrieden, außerdem freut mich mein Sieg in der Konstrukteurs-Wertung.“
Das klingt etwas nach Formel 1 und begründet sich so: Als Tuner liefert Martin Smolinski die Motoren für Robert Chmiel und mit seinem eigenen, waren sogar zwei Smolinski-Triebwerke auf dem Olchinger Stockerl. „Es ist mein Vorteil, dass ich als noch aktiver Fahrer aktuelle Erfahrungen in die Tuningarbeit einfließen lassen kann“, erklärte der 41-Jährige.
Derweil sorgten vier Seitenwagen-Gespanne in fünf Läufen für eine Extra-Portion Action. Hier siegte das Duo Manuel Meier/Lena Siebert vor Immanuel Schramm/Lene Laise und Achim Neuendorf/Johannes Schnaitter. Aus versicherungstechnischen Gründen durfte allerdings Markus Brandhofer mit seinem Beifahrer Mika Bacher nicht starten – Martin Smolinski bedauerte das und resümierte: „Wir waren gut aufgestellt, das MSCO-Urwerk hat wieder top funktioniert und es hat Spaß gemacht, diesen wunderbaren Saisonabschluss zu organisieren.“
Paco Castagna (Italien, 11 Punkte):
„Ich fühlte mich schnell auf dem Bike – schon von meinem ersten Lauf an. Ich meine, dass ich am Ende sogar schneller war, als die Kerle auf dem Podium. Aber meine Starts funktionierten nicht gut, dann hat das halt auch nicht viel Wert. Über Platz fünf bin ich etwas wütend, weil ich das Goldene Band wieder gewinnen wollte – wie 2024. Also muss ich wieder kommen: Wegen dem schönen Band und der guten Schweinebraten-Semmeln!“
Tilen Bračko (Slowenien, 2 Punkte):
„Ich mag diese Bahn hier in Olching – eine wirklich sehr schöne Piste. Hier und da hätte es besser laufen können, aber es war ein sehr gutes Rennen, so würde ich mich freuen, wenn ich hierher wieder eingeladen würde.“
Zoltán Lovas (Ungarn, 7 Punkte):
„Ich bin hier nicht zum ersten Mal und mir gefällt diese Bahn. Sie war aber heute etwas schwierig zu fahren. An manchen Stellen war es sehr glatt und außen war es sehr griffig. Ich möchte gerne wieder kommen.“
Robert Chmiel (Polen, 14 Punkte):
„Jetzt habe ich es, das Goldene Band, drüber bin sehr glücklich Es war mein viertes Rennen hier und mit einem Sieg die Saison zu beenden, ist fantastisch – da geht man mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Mein Smolinski-Motor war sehr schnell, es ist eine sehr gute Kooperation mit Martin. Ich bedanke mich für die Einladung zu diesem Meeting.“
Martin Øvig (Dänemark, 4 Punkte):
„Das war eine super Erfahrung hier, auf dieser langen Crazy-Bahn. Ich musste einiges machen, um das Bike schnell zu bekommen, schaffte es aber wohl zu spät. Aber es war eine super Möglichkeit in einem offenen internationalen Rennen gegen die schnellen Jungs zu fahren. Ich hätte gerne mehr solche Chancen.“
David Bellego (Frankreich, 13+3 Punkte):
„Ich komme immer wieder gerne hierher. Ich versuche immer mein Bestes zu geben und eine gute Show zu liefern. Ich denke, das mögen die Leute. Es war ein guter Tag, auch wenn ich natürlich gerne gewonnen hätte.“
Lars Skupien (Deutschland, 9 Punkte):
„Ich freue mich, dass ich wieder hier sein durfte. Die Bahn war wie immer top. Ein bisschen ärgerlich war, das gleich bei meinem ersten Start der Motor kaputt gegangen ist, sonst hätte ich vielleicht weiter vorne mitmischen können. Aber trotzdem bin ich sehr zufrieden: Es war das letzte Rennen in diesem Jahr und alle sind heile geblieben.“
Celina Liebmann (Deutschland, 2 Punkte):
„Ich habe mich riesig auf dieses Rennen gefreut, weil ich ja beim Rennen im Juni nicht teilnehmen konnte. Es war eine wahnsinnig tolle Veranstaltung. Vor allem dafür, dass es gestern so schlimm geregnet hat, war die Bahn in einem hervorragenden Zustand. Es waren viele Zuschauer hier, die Stimmung war super. Beim MSC Olching ist immer großartige Atmosphäre, mir hat es richtig Spaß gemacht.“
Daniel Gappmaier (Österreich, 6 Punkte):
„Es war ein richtiges Highlight zum Abschluss der Saison. Ich hatte es gutes Gefühl auf dem Bike. In meinem letzten Lauf war ich sogar kurz in Führung, dann ist mir aber die Kette gerissen. Das war ziemlich ärgerlich, weil sonst noch mehr Punkte drinnen gewesen wären.“



